Portfoliounternehmen werden größer, komplexer und stärker auf operative statt reine Deal-Wertschöpfung ausgerichtet – mit spürbaren Folgen für die Anforderungen an die Finanzführung. Das Transaktionsvolumen in der DACH-Region legte 2025 trotz leicht rückläufiger Dealzahl um 69 Prozent zu, und eine aktuelle Marktbefragung von über 200 Portfolio-CFOs zeigt, dass Talent, integrierte Daten und Automatisierung zu den entscheidenden Erfolgsfaktoren geworden sind. Gleichzeitig liegt die Fluktuation auf der CFO-Position in Portfoliounternehmen laut aktuellen Branchenanalysen etwa doppelt so hoch wie bei CFOs börsennotierter Unternehmen – ein deutliches Signal dafür, wie anspruchsvoll diese Besetzung tatsächlich ist.
Ein anderes Anforderungsprofil als der klassische Konzern-CFO
Ein CFO in einem Private-Equity-Portfoliounternehmen erfüllt eine andere Funktion als ein Finanzvorstand in einem etablierten Konzern. Statt kontinuierlicher Berichtspflichten gegenüber einem breiten Aktionärskreis steht die direkte, oft sehr enge Zusammenarbeit mit den Investoren im Vordergrund – inklusive kürzerer Entscheidungswege, konkreter Wertschöpfungsziele und eines klar definierten Zeithorizonts bis zum Exit. Hinzu kommt die Steuerung von Fremdkapitalstrukturen, Financial Covenants und Cashflow in einem Umfeld, das deutlich fremdkapitalintensiver ist als bei den meisten börsennotierten Unternehmen. Ein guter PE-CFO agiert dabei nicht nur als Zahlenverantwortlicher, sondern als strategischer Sparringspartner auf Augenhöhe mit CEO und Investoren.
Ein Markt, der trotz weniger Deals wächst
Der deutsche PE-Markt zeigt aktuell ein interessantes Muster: Die Zahl der Transaktionen in der DACH-Region ging 2025 leicht zurück, das Transaktionsvolumen stieg jedoch deutlich – ein Hinweis darauf, dass einzelne Deals größer und die dahinterstehenden Portfoliounternehmen komplexer werden. Fast die Hälfte der befragten PE-Firmen plant, ihre Neuinvestments 2026 zu steigern, sechs von zehn erwarten ein verbessertes Deal-Umfeld in Europa. Größere, komplexere Portfoliounternehmen erhöhen gleichzeitig die Anforderungen an die Finanzführung: Wo früher solide Reporting-Kompetenz genügte, erwarten Investoren heute vorausschauende, datengestützte Steuerung.
Das Risiko einer Fehlbesetzung
Wie hoch der Einsatz bei dieser Besetzung ist, zeigt sich am Fluktuationsrisiko: Aktuelle Branchenanalysen, die sich auf eine breitere Stichprobe von Portfoliounternehmen stützen, zeigen, dass die Fluktuation auf der CFO-Position in Portfoliounternehmen etwa doppelt so hoch liegt wie bei CFOs börsennotierter Unternehmen. Ein Wechsel in dieser Position kostet nicht nur Zeit, sondern gefährdet in einem eng getakteten Wertschöpfungsplan direkt den Zeitplan bis zum Exit – ein wiederkehrendes Muster, das meist auf eine Fehleinschätzung zwischen den Erwartungen der Investoren und den tatsächlichen Fähigkeiten der besetzten Führungskraft zurückgeht.
Was eine gute Private Equity CFO Search ausmacht
Vier Aspekte unterscheiden eine für PE-Mandate geeignete Suche von einer klassischen CFO-Besetzung. Erstens Geschwindigkeit: Investmentzyklen lassen selten Raum für monatelange Suchprozesse. Zweitens ein belastbares Verständnis der Wertschöpfungsthese des jeweiligen Investors, damit die gesuchte Person tatsächlich zum Investment-Case passt, nicht nur zum Unternehmen. Drittens Erfahrung mit fremdkapitalintensiven Strukturen und den damit verbundenen Governance-Anforderungen. Und viertens die Fähigkeit, sich in einem stark verdichteten Zeitrahmen operativ einzuarbeiten, statt sich schrittweise in die Organisation hineinzuwachsen, wie es in klassischen Konzernstrukturen üblich ist.
Wo Odgers ansetzt
Odgers zählt Family Offices sowie Private-Equity- und Venture-Capital-Firmen zu seiner Klientenbasis – neben der DAX-Familie, Familienunternehmen und dem Mittelstand. Mit einem globalen Netzwerk aus 58 Büros in 33 Ländern kann die partnergeführte Beratung auch international ausgerichtete Portfoliounternehmen unterstützen, etwa wenn ein Investor dieselbe Finanzführungsqualität über mehrere Standorte hinweg sicherstellen möchte.
Entscheidend ist dabei erneut der integrierte Ansatz aus Executive Search und Leadership Advisory: Gerade weil ein neu besetzter PE-CFO in kürzester Zeit wirksam werden muss, zahlt sich eine Begleitung über die reine Besetzung hinaus – etwa beim Onboarding in ein Hochdruckumfeld mit klar definierten Wertschöpfungszielen – unmittelbar aus.
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